Es war nicht geplant einer Unterkunft einen Blogeintrag zu spedieren, aber in diesem Fall müssen wir eine Ausnahme machen, denn es war wohl mit Abstand der schönste Ort an dem wir je übernachten durften.
Die Rhino Post Safari Lodge liegt als eine der wenigen Lodges auf privatem Konzessionsgebiet innerhalb des Krüger Nationalparks. Das heißt, das 12.000 Hektar große Gebiet darf nicht von anderen Parkbesuchern befahren werden und die Lodge genießt besondere Rechte innerhalb des Gebietes und des gesamten Parks. So können Pirschfahrten und Walking Safaris auch in der Nacht durchgeführt werden.
Die Lodge liegt an einem (fast immer) trockenem Flussbett mit einem künstlichem Wasserloch. Hierdurch herrscht in der Trockenzeit reger Tierverkehr im Lager. Das Camp ist NICHT von einem Zaun umgeben. Die Tiere können sich also frei um die Hütten bewegen. Aus diesem Grund sollte man sich im dunkeln tunlichst nicht alleine von den "Gemeinschaftsräumen" zu seinem Schlafgemach begeben. Hier wird man immer von einem Ranger begleitet.
Der Tagesablauf im Camp ist gut organisiert und man muss sich um absolut gar nichts kümmern. Angekommen auf dem Parkplatz des Camps wird schon das Gepäck in eine der 8 Häuschen verfrachtet. Jedes Haus (auf Pfählen stehend) ist mit einer großen Terrasse, Badewanne und einer Außendusche ausgestattet. Alles seeehr komfortabel und doch im Stil der 20er gehalten. Die Aussicht aufs Flussbett bzw das Wasserloch ist grandios.
Pro Tag werden 2 Pirschfahrten durchgeführt, die jeweils fast 4 Stunden dauern. Die Guides sind lockere Typen mit großem Sachverstand. Zu unserem Glück war außer uns nur noch ein Pärchen im Camp, sodass wir immer nur zu viert auf einem Auto saßen, was die Sache noch entspannter gestaltete.
Kulinarisch sollte es uns an nichts fehlen ... kurzer Kaffe um 5:45 vor der ersten Pirschfahrt, 10:00 Brunch, 15:30 High Tea (vor der Abendpirschfahrt) und abends dann fleischiges 3 Gängemenü.
Achja ... ein weiters Highlight war das Busch-BBQ am zweiten Abend. Hier wurde einige hundert Meter vom Camp entfernt eine freie Fläche im Busch mit Fackeln bestückt und ein Lagerfeuer errichtet. Der Koch hat dann Fleisch auf den Grill gepfeffert und am Lagerfeuer hat man dem Knurren der Löwen gelauscht. Der absolute Knaller!
Bilder sprechen mehr als tausend Worte ... hier!
Heute haben wir nach fast 4 Tagen den Krüger Nationalpark wieder verlassen und unsere Erwartungen wurden deutlich übertroffen. Nicht nur wegen der tollen Zeit in der Lodge, sondern auch wegen der wirklich guten Infrastruktur und natürlich der Tierwelt. Es
Aufgenommen: May 05, 21:39